Der Schalter zum Erfolg.

Ohne sie geht es nicht. Nicht auf den Feldern in Russland, nicht auf den Farmen in den USA, nicht auf den Höfen in Deutschland – ohne die Bedienelemente von elobau in Leutkirch, mit denen Traktoren ausgestattet werden. Die Nachfrage nach elobau-Fahrzeugkomponenten ist enorm. Weltweit.
Die Erfolgsgeschichte begann mit einem Desaster. Alles hatte sich Fritz Hetzer beim Einstieg in eine Isnyer Firma für Sensoren im Jahr 1971 vorstellen können – nur nicht, dass der Traum von einer glorreichen Zukunft in einem ausbaufähigen Markt bereits ein Jahr später ausgeträumt sein würde. Hetzer, zuvor Vertriebsleiter einer Firma in Nürnberg, war von Franken ins Allgäu gekommen, um sich hier als Teilhaber eines kleinen Betriebes zu etablieren. Doch bald waren die Zerwürfnisse so groß, dass Hetzer ausstieg. Es war letztlich ein Ausstieg ins Glück.

Er übernahm erneut eine Vertretung für Reedkontakte – berührungslos mit einem Magneten betätigter Schalter -, gründete aber gleichzeitig die Firma elobau – Kürzel für Elektrobauelemente. Mit einem einzigen Mitarbeiter begann die Firmengeschichte. Der baute die ersten Komponenten, weil es anfangs noch keine Räumlichkeiten gab, auf dem eigenen Balkon zusammen. Fritz Hetzer hatte erkannt, dass im Bereich der Reedschalter-Systeme großer Bedarf bestand. Darauf hat er sich von Anfang an konzentriert. Der Durchbruch gelang sehr schnell – zum Beispiel mit einer Steuerungskomponente für eine Heuverteilungsanlage. Ihr Einsatz ermöglichte den Landwirten, mit Hilfe eines Gebläses das geerntete Heu im Schober gleichmäßig aufzuschichten.

Mit dem Heu kam das Geld; mit dem Geld der Umzug nach Leutkirch in eine noch kleine Produktionsstätte in der Kemptener Straße. Doch schon Mitte der 70er Jahre war die zu klein; die erste Halle wurde gebaut im Gewerbegebiet an der Zeppelinstrasse – etwa 600 Quadratmeter groß, was insofern eine Besonderheit war, als es damals gerade mal eine Handvoll Mitarbeiter gab. Fritz Hetzer hatte auf Sicht geplant und gebaut, wie sich später herausstellen sollte. Die Zahl der Mitarbeiter wuchs von Jahr zu Jahr. Mittlerweile ist, nach dem Tod Fritz Hetzers, dessen Sohn Michael Chef des Unternehmens. Und unter seiner Führung ist elobau gerade in jüngster Zeit noch einmal erheblich gewachsen: von 200 Mitarbeitern im Jahr 2006 binnen dreier Jahre auf 400. Ein Ende der Expansion ist nicht abzusehen. Werk II ist gerade fertig gestellt worden, da beginnt schon dessen Erweiterung. elobau braucht mehr Platz für die Herstellung seiner Produkte. Vier Gruppen machen mittlerweile das Hauptkontingent aus: Sensorik (z.B. Schalter für Zapfpistolen an den Tankstellen); Füllstandmessung (z.B. um in einem Feuerwehrwagen den Stand der Löschmittel anzuzeigen); Maschinensicherheit (z.B. Schalter für den Abschaltmechanismus bei Bandsägen); Fahrzeugkomponenten und –systeme (z.B. Steuerungssysteme im Joystick von Landmaschinen und Staplern).


Dieses Wachstum geschieht allerdings nicht auf Kosten der Umwelt – im Gegenteil. elobau produziert klimaneutral, u.a. mit grünem Strom und einer Heizung aus Biogasanlagen. Was an Ressourcen verbraucht wird, fließt an anderer Stelle wieder in den natürlichen Kreislauf zurück. Sinnbild für das Umweltverständnis Michael Hetzers ist der Solarpark, den er in Fraureuth in Sachsen gebaut hat – 64.000 qm Fläche, auf der natürliche Energie produziert wird. "elobau goes green", so lautet der Slogan, unter dem die Philosophie der Firma steht. Hetzers Wahlspruch: Nicht darüber reden, sondern einfach tun. Er tut.