Massenhaft Müll aus
Her Majesty's Own Country

Müll wird im Übermaß produziert. Und damit wir nicht daran ersticken, wurden Mülltrennung, Müllentsorgung, Müllwiederverwertung eingeführt. Und Maschinen gebaut, die beim Trennen und Sortieren eine entscheidende Funktion haben. Stadler Anlagenbau hat auf
diesem Gebiet die Nase vorn. Europaweit.
Der Fährhafen von Dover. Langgestreckte, wie Zungen ins Meer ragende Mauern. Ankommende und abfahrende Schiffe. Fähren, die riesige Mengen an Last- und Personenwagen fassen. Lastwagen mit und ohne Hänger, beladen oder leer. Wenn das Signal ertönt ist, setzen sich die gewaltigen Schiffe langsam in Bewegung – Richtung Frankreich: Calais, auf der anderen Seite des Kanals!

Genau diesen Weg haben sie damals genommen, die beiden Fahrer von Viridor Waste Management aus Ipswich, nordöstlich von London. Mit voll beladenem Sattelschlepper via Dover, durch Frankreich hindurch Richtung Süddeutschland. Genauer: Altshausen. Ein reichliches Stück Landstraße und Autobahn, zumal mit 25 Tonnen Müll an Bord. Viridor Waste Management ist ein britischer Müllentsorger, eine Firma mit vielen Stützpunkten in Her Majesty's Own Country. Einer, der technisch auf der Höhe der Zeit bleiben will. Deshalb: Altshausen. Weil dort von Stadler Anlagenbau genau jene Entwicklungen entworfen, gebaut und angeboten werden, die das Mülltrennen und -sortieren schneller, sauberer und effektiver machen. Separatoren nennt man solche Maschinen, und mit dem Ballistik-Separator hat Stadler eine Innovation auf den Markt gebracht, die weltweit unvergleichbar ist: Er ist in der Lage, gewissermaßen mitzudenken und unterschiedliche Materialgruppen – z. B. Plastikbehälter einerseits, Folien andererseits – voneinander zu unterscheiden und getrennt in Behälter zu sortieren. "Great!", dachten die Herren in Ipswich, "solch eine Maschine brauchen wir in England auch!" Um zu demonstrieren, wie die Anlage funktioniert, bietet Stadler potenziellen Kunden, als Kennenlern-Service, eine Demonstration vor Ort in Altshausen an. Die Kunden sollen dafür eigenen Müll anliefern. Dadurch wird gewährleistet, dass der Demo-Vorgang möglichst authentisch abläuft – eben mit jenem Material, das der Kunde später mit der neuen Maschine sortieren und entsorgen will. Die Experten bei Stadler benötigen in der Regel vier bis fünf so genannte Big Bags, Müllbehälter mit jeweils bis zu 180 Kilogramm. Maximal also eine Tonne. Die Briten freilich haben da irgendwas in den falschen Hals gekriegt. Nicht Big Bags, sondern – wie gesagt – einen Sattelschlepper haben sie auf die weite Reise geschickt. Mit 25 Tonnen Müll! In Altshausen haben sie ganz schön verdutzt geschaut, als der britische Laster auf den Hof rollte.

Und sich dann zähneknirschend daran gemacht, den Demo-Müll in den Separator umzufüllen. Allerdings: bei Weitem nicht alles. Der Rest wurde in Oberschwaben entsorgt. Kostenpunkt: 4500 Euro. Die Briten zahlten, die Lastwagen fuhren leer wieder heim. Drei Manager, die eigens wegen der Vorführung ins Schwäbische gedüst waren, waren sichtlich happy: Sie haben geordert. Mittlerweile hat Stadler Anlagenbau bereits viele dieser Ballistik-Separatoren nach Großbritannien verkauft und geliefert. Leer, ohne Müll. Great!